Donnerstag, 9. Juni 2011

Hausbau in Thailand Teil 7, Reklamationen 1

Jetzt bin ich endgültig in Thailand angekommen. Immer wieder fragen mich meine Frau und ihre Schwestern, ob ich mich wohlfühle und kein Heimweh habe. Nein, habe ich nicht die Spur. Und wenn es etwas kühler wär´, könne ich es mir nicht besser vorstellen, mal abgesehen von den vielen Dingen, die in einem anderen Land eben anders sind und zuweilen stören und an die Nerven gehen können. Aber ich bin in Thailand angekommen. Und da habe ich gelassen zu sein.

Wenn ich an die letzten drei Tage in Deutschland denke, dann bin ich fast um den Schlaf gebracht. Eine Katastrophe folgte der anderen, ein Horror jagte den nächsten aus seiner dunklen Höhle und ich dachte an meinen schweren Unfall im Dezember 2010, am Tag unserer geplanten Abreise nach Thailand. Mir kommt es langsam so vor, als ob ich gewarnt werden soll, als ob ich geprüft werden soll mit etlichen Qualen und Mißgeschicken, eh´ich für würdig befunden werde, mich in Thailand nieder zu lassen.
Natürlich habe ich davon meiner lieben Luck nichts erzählt. Es würde sie nur beunruhigen und erschrecken. Dass ich in Düsseldorf eine Stunde vor der Übergabe der geräumten Etage mein Reisegepäck in einem Raum zusammengestellt und die Schlüssel fein säuberlich auf einen Tisch gelegt und mich dann selbst ausgeschlossen habe, kann Luck allerdings ruhig erfahren. Die eingeschlagene Scheibe wird sie weniger stören als den Hausbesitzer, vor dem ich diese notwendige Aktion allerdings verborgen habe. Wegen seiner typischen Hausbesitzerhaltung in den letzten Wochen habe ich dabei nicht die geringsten Gewissensbisse.

In Pakchong habe ich erst einmal geduscht (es war brutal heiss und dazu eine Luftfeutigkeit von fast 90%) - ausgepackt, gequatscht, gegessen und mich entspannt. Luck wollte mir sofort die Hütte zeigen, aber das habe ich auf den Nachmittag des folgenden Tages verschoben: die Freude ist dann die gleiche und möglichen Ärger muss man nicht sofort erleben.

Dann also am folgenden Tag zur Baustelle, die sich ja mit dreimonatiger Verspätung garantiert am 31.5. in ein fertiges Haus verwandeln sollte.
Fertig gestellt wurde seit den letzten Fotos viel. Aber angesichts des Zustandes meiner ersten Besichtigung am 3.6. habe ich mit Luck gewettet, dass die letzten Arbeiten auch Mitte JULI noch nicht beendet sein werden. (Die Wette habe ich gewonnen, die Arbeiten warem auch im September noch nicht beendet!)
Das bedeutet erst einmal: Der Container muss für teures Geld gelagert werden. Hier ein paar Fotos zur Entwicklung der letzten Wochen bis heute. (Einige Bilder sind schon in früheren Beiträgen zu sehen).

erste Isolierung direkt unter dem Dach
 
zweite Isolierung über den Raumdecken

Die Riemchen für die Bäder waren in Thailand nirgends in dem gewünschten Farbton zu bekommen. So zerschnitten wir gestreifte Fliesen in den gewünschten Formaten.
Natürlich gibt es masenhaft Fliesen und Riemchen in Mustern, die bei mir allerdings panikartige Fluchtbewegungen auslösen.

Der Küchenboden wurde akzeptabel verlegt. Bei den Terrassenfliesen würden einen anspruchsvollen Bauherren die unterschiedlichen Fugenbreiten stören.


Fenster und Glasbausteine sind eingebaut....
....die Einfahrt wurde betoniert...
...die Treppe ist etwas zu steil ausgefallen...

...und sie wurde heute gefliest,
Es gab eine ganze Reihe kleiner Korrekturen, die ich hier gar nicht erwähnen will. Einiges war ja zum Lachen. So ließen sich einige Türen nur öffnen, indem man die Klinken nach oben drückte. Die Schlösser waren auch ÜBER den Klinken montiert. Die Handwerker und sogar unsere Nachbarn erklärten uns, das sei in Thailand normal, das haben sie auch in ihrem Haus. Das ist natürlich Quatsch und normal ist anscheinend die mangelhafte Ausbildung der Handwerker. Es gibt überall rechts und links angeschlagene Türen, und es gibt nach außen und nach innen zu öffnende. Bei Problemen löst man am Schloss einen Stift und dreht den Schnapper einfach um. Das ist erfolgt, und nun drücken wir alle Klinken in die richtige Richtung.
In der Werkstatt, im Gartenhaus und in zwei Lagerräumen - alles längliche Grundrisse - wurden die langen Neonleuchten nicht in Längsrichtung sondern quer montiert. Die Ausleuchtung der Räume ist somit nicht optimal. So etwas habe ich noch nie gesehen, aber der Architekt erklärte uns, das sei in Thailand üblich und richtig. Mag sein, dass auch dieses Argument Blödsinn ist, aber Thai geben keine Fehler zu, da würden sie ihr Gesicht verlieren. Die Aufklärung, kritisches oder gar selbstkritisches Denken scheint hier Lichtjahre entfernt zu sein. Warum aber bereits zu diesem Zeitpunkt einige Nachbarn, mit denen wir uns bisher prima verstanden, voll auf die Linie des Architekten einschwenkten, war mir ein Rätsel.

Einige größere Katastrophen ließen sich verhindern, weil die Arbeiten noch gar nicht begonnen waren und ich Fragen stellte. Da konnte ich schreckliche Ergebnisse verhindern, deren Änderung teuer geworden wäre.
Anderes ließ sich nicht verhindern. So wurde ein auf Millimeterpapier eingetragener, maßstabgerechter, exakter Plan der Fliesenverlegung in unserem Esszimmer einfach mißachtet. Statt eines rechteckigen „Teppichs“ unter dem Esstisch wurde ein quadratischer verlegt. Der musste raus und neu verlegt werden.

Trotz eines exakten Plans wurde der Boden und die Granitborde falsch verlegt...

...und alles musste neu gemacht werden.

Ich habe immer wieder betont, dass es in dem Haus keinerlei Naturholz geben soll und keine Farben im Innenbereich Verwendung finden. Nur Schwarz, Weiss und Grautöne sind erlaubt. Als den Architekten der Hafer, der Reis oder etwas anderes stach und er die Treppenab-schlüsse blau gestaltete, musste er auch diese wieder rausreissen. Das Argumet, es gäbe momentan auf dem Markt keine hellgrauen Leisten, wurde durch einen Anruf am nächsten Tag widerlegt. (Warum lügen die Thai wie bekloppt? Wenn sie sich durch einen Fehler einmal blamierenm, werden sie durch die Aufdeckung ihrer Lügerei doch erst richtig blamiert)

Blau, blau, blau ist der Enzian. Aber nicht die Treppenabschlüsse in unserem Haus. Also raus!
Wir haben unter dem Gartenhaus einen riesigen Regenwassertank gebaut, weil wir das viele Monsunwasser nicht einfach wegfließen lassen wollen. Leider wurden bei der Fertigstellung des Daches die Regenrinnen vergessen :-)). Natürlich wurde sofort ein neues Gerüst aufgebaut und die Handwerker gingen erneut an die zusätzliche Arbeit.


Ich rate jedem, der in Thailand ein Haus bauen will, neben vielen anderen Gesichtspunkten
- einen guten Architekten zu suchen, der beim Bauen IMMER auf der Baustelle ist,
- einen vernünftigen, fairen aber detaillierten Vertrag zu machen,
- in regelmäßigen Abständen und besonders in der Schlussphase selbst anwesend zu sein,
- jede Kleinigkeit zu besprechen und festzulegen und besonders in Gestaltungsfragen nicht der Erfahrung der Thailänder zu vertrauen,
- bei Fehlern oder Korrekturen möglichst auf Schuldzuweisungen zu verzichten, aber die Änderungen klar und bestimmt zu formulieren,
- besonders bei Terminfragen sehr großzügig zu sein - aber das ist in Deutschland nicht anders.


Ich trinke jetzt das etwas bittere Thai-Bier mit dem Elefanten drauf, weil eine  Flasche Thai-Wein  wie die gestrige würde meine milde Stimmung proportional zur aufgenommenen Menge negativ verändern.

Manfred am 8.6.2011

Montag, 30. Mai 2011

Hausbau in Thailand Teil 6, Finish??? Abschied in D.

Ursprünglich sollte das Haus schlüsselfertig Ende Februar 2011 übergeben werden. Ursprünglich wollte ich meinen 70. Geburtstag dort feiern. Aber nicht nur in Thailand kommt es anders, als man denkt, plant oder hofft.


Natürlich spielte mein Unfall im Dezember eine Rolle und ich kam mit der "Abwicklung" in Deutschland so sehr in Verzug, dass ich dem Architekten ein paar Tage mehr für die Fertigstellung des Hauses einräumte. Nun sind es ein paar Wochen und wir hoffen, dass die Hütte fertig ist, wenn der Container kommt.
Da ich meinen 70. Geburtstag ohne jeden Aufwand und fast ohne zahlreiche Beglückwünschungen feiern musste, wollten Luck und ihre Schwestern mir wenigstens auf ihre Art intensiv alles Gute und beste Gesundheit zukommen lassen. Dafür engagierten sie einige Mönche und Novizen für eine buddhistische Zeremonie mit entsprechenden Opfern und Spenden an die bettelnden Männer, deren Heiligkeit und Zauberkraft mir nützen sollten. Wenn ich meine liebe Luck so versunken und gläubig für mich beten sehe, bin ich zutiefst gerührt.

Inzwischen machen auch der Außenanstrich und die Verlegung der Fußböden im Innenbereich Fortschritte. Sogar die Treppen am Eingang und von der Terrasse zum Garten wurden begonnen. Der Architekt hat uns immer wieder garantiert, dass Ende Mai alles zur Übergabe bereit und fertig ist und nur noch an der Einfahrt und im Garten gearbeitet werden muss. Ich bin ganz sicher, dass dies nach meinen letzten Informationen unmöglich ist. Aber was soll es. Hauptsache, wir haben nicht nach einem Jahr so viele Schäden und Reklamationen, wie alle unsere Nachbarn, die nicht mit Wisit gebaut haben.





In Düsseldorf habe ich vor ein paar Tagen zum letzten Mal Sperrmüll angemeldet. Es tat ein bisschen weh, die THAILUCK-Werbung von Lucks erfolgreichem Studio auf dem Müll zu sehen.


Was jetzt noch in Düsseldorf an Kleidung vorhanden ist, wird Ende Mai alles verschenkt oder der Diakonie übergeben. Tatsächlich sind auch Anzüge dabei, die ich nie getragen habe. Also mache ich mit einigen Kleidungsstücken in den allerletzten Tagen eine Premiere - soweit es das warme Wetter zulässt. Mit Ansgar Sporkmann entstand so ein ganz fröhliches Bild beim Abschiedsessen im Pegasos, zusammen mit Wirt Nikolaus.


Zum Schluss noch eine kleine Geschichte aus Pakchong. Luck ist ja eine extrem vorsichtige Verkehrsteilnehmerin, die seit vielen Jahren nicht mehr am Steuer eines Autos saß. Also unterzog sie sich jetzt einer erneuten Fahrprüfung. Alles klappte wunderbar, bis auf eine Übung. Sie musste - wie alle anderen Teilnehmer - auf sehr engem Raum rückwärtseine S-Kurve absolvieren und zwischen Barrieren einparken. Nur dreimaliges Rangieren mit Vor und Zurück war erlaubt. Sie brauchte vier Mal und fiel durch. Nun übt Luck täglich eisern diese Stelle stundenlang. Ich drücke ihr die Daumen. Aber ALLE europäischen Ehemänner der weiblichen Prüflinge, die den Parcour aus Spaß mitmachten, fielen durch.
Das Trainieren enger Durchfahrten ist bei den engen Straßen in Thailand und den dort abgestellten Pkw, Lkw und Pickups eine wichtige Sache. Niemand schafft das im ersten Anlauf. Unser Elektriker beruhigte Luck: Er wiederholte die Prüfung fünf Mal.





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Eine Mail, die ich als Dank an alle verschickt habe, die mich in den letzten Wochen unterstützt, getröstet oder mir geholfen haben, möchte ich auch hier zum Abschied veröffentlichen. Bis der Computer im Haus angeschlossen ist, werden sicher einige Wochen des Schweigens vergehen.
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Liebe Bekannte, Freunde und Verwandte,

die letzten Wochen - besonders seit Luck in Thailand ist - waren manchmal deprimierend, anstrengend und gingen nicht nur durch die viele Arbeit sehr an die Substanz. Da half es enorm, Verständnis, Zuspruch und Unterstützung zu bekommen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle und zum Abschied herzlich bedanken.

Vor allem danke ich Brigitte Stöckhert, die mich immer wieder zum Frühstück einlud, mir das kleine Radiogerät und die Bettdecke sowie ein Super-Kettler-Rad für alle meine Besorgungen zur Verfügung stellte und bei der ich die letzten Tage wohnen, essen und den Computer benutzen durfte.(Mein Mac ist ja als teures Übergepäck eingepackt.)
Vor allem danke ich auch meinem Vetter Theo van de Sand und seiner Frau Hildegard, die mir Hilfe in allen Lebenslagen anboten und oft mit dem Auto Transporte durchführten und bei denen ich den letzten leckeren Weißen Burgunder trank.
Meinem Webmaster Ansgar Sporkmann, einem Fachmann nicht nur in technischen sondern sehr engagiert auch in sozialen Fragen (Kinderschutzbund, Nottelefon...), der zu einem wirklichen Freund geworden ist, verdanke ich das Angebot umfassender Hilfe. Er lieh mir sofort sein Auto, als ich es brauchte. Großen Dank!
Ich danke Manfred Magersuppe für den Möbeltransport der Billy-Regale von IKEA und die hilfreiche Schlepperei. Danke für deine Kräfte!
Ich danke Erika Koch für köstliches Essen und die Luftmatratze, die mir wochenlang hervorragend mein Bett ersetzte.
Bei ihrer Schwester Marianne Dengler genoss ich im kleinen Kreis zum Abschied ein ganz köstliches Lamm. Dankeschön.
Meinem Nachbarn Jörg Weismann bin ich sehr dankbar, weil er immer zur Stelle war, wenn schwere Teile hin und her transportiert oder Sperrmüll raus getragen werden musste.
Michael Anders wusste, dass ich gern Musik höre und schleppte nicht ein Kofferradio - das hatte ich ja schon - , sondern eine ganze Anlage incl. Boxen in mein Atelier. Vielen Dank.
Dankeschön auch an Anita Börs-Büttner vom Restaurant "blutrot" nebenan, die mir Ausdrucke machte, nachdem ich meinen Drucker und mein Faxgerät bereits verschenkt hatte und die mir immer wieder anbot: "Manfred, wenn du irgendetwas brauchst oder ins Internet gehen willst, sag es."
Ein ganz herzliches Dankeschön auch an Meda aus Bosnien, die hier ältere Menschen betreut und einige Sachen (z.B. die beiden Trolleys zum Einkaufen) für zwei Senioren haben wollte. Sie bekam von mir noch viel mehr und bot sofort an, mir beim Sperrmülltragen und anderen Dingen zu helfen. Ein wildfremder Mensch, aber sofort ins Herz geschlossen.


Habe ich Jemanden vergessen? Das täte mir leid.
Natürlich bin ich .- mit einem Augenzwinkern - auch jenen dankbar, die mir bis auf wenige Teile alles aus der Wohnung abgekauft haben. Klasse! Den Rest hat Brigitte am 21.5. auf dem großen Trödelmarkt an der Kreuz-Kirche verkloppt. Das Geld ist für ihr Hilfsprojekt in Burkina Faso. Prima!



„Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“
Arthur Schnitzler (1862-1931), östr. Schriftsteller

Herzliche Gruesse auch von einer dankbaren Luck
Manfred Spies, 30.o5.2013
(der Flieger geht in zwei Tagen, Margrit Baur schrieb, das Haus sei Ende Mai 100% fertig, nur im Garten sei noch etwas zu tun, der Container ist in einer Woche in Thailand, na dann...)






Freitag, 13. Mai 2011

Hausbau in Thailand Teil 5, Haus und Garten

Heute habe ich das letzte große Teil aus der Wohnung verkauft. Alles, was jetzt noch herumsteht und -liegt wird am Monatsende verschenkt oder auf den Sperrmüll geworfen. Nun bin ich entspannt.
Entspanntes Mittagessen im Garten auf einem Sperrmülltisch
Natürlich ist das Leben in einer mehr oder weniger unmöblierten Wohnung nicht sehr angenehm. Meine Studentenbude in den 60er-Jahren zeichnete sich durch Improvisation und Apfelsinenkisten aus, aber sie war komfortabler als mein heutiges Dasein. Doch das ändert sich ja bald.
Schlafen auf der Luftmatratze. Aber immerhin kann ich mich beim Fernsehen bequem anlehnen.
Spartanisches Frühstück








Da der Hausbesitzer ja weder für die Einbauten, für die Fußbodenheizung, die Therme, die Bäder und Duschen, die Küche, die Fußböden usw. usw. einen Abstand zu geben bereit war, entschloss ich mich, alle beweglichen Teile zu entfernen und die unbeweglichen, nicht verkäuflichen Teile nicht zu schonen. Warum soll er aus meinen enormen Investitionen einen Nutzen ziehen? Wenn er angibt, die Etage nur als Lager vermieten zu wollen, da er dann in 5 Jahren kündigen und das Haus leer besser verkaufen kann, dann soll er auch eine Lageretage bekommen.
Es war nicht einfach in den letzten beiden Wochen, die großen Teile anzubieten und weg zu bekommen. Das ging nur über geringe Preise. Letztlich ist es eine Schande, diese perfekte Etage dermaßen zu ruinieren. Als Beispiel nur die Schrankwand, die eine erstklassige Schreinerarbeit war.


 Aber auch das von mir gebaute Bücherregal und vieles andere ist zuerst präsentiert und angeboten und danach endlich verkauft worden. Den Rest habe ich verschenkt.

Das war ein Teil der Bücherecke zu Wohnzeiten
So wurden Bücher und Kleinkram beim Wochenend-Flohmarkt angeboten
Jetzt ist alles weg und das Regal ist abgeholt.
Die Fußleisten sind z.T. entfernt und auf den Fliesenboden habe ich mit der Sprühdose und einer Maske ein Muster gesprüht - das wird den Hausbesitzer erfreuen.


Was tut sich in Thailand? Luck berichtet mir jeden Tag per Skype, wie sich der Hausbau, der ja eigentlich Ende Februar inclusive Fenstern, Türen, Sanitäreinrichtungen und Lampen fix und fertig sein sollte, entwickelt.

Die Front des Hauses ist verputzt, das restliche Stück Mauer ist gezogen, der Eingang wurde überdacht aber eine Treppe zum Haus fehlt noch. Wenn es keine Treppe gibt, die Einfahrt nicht zementiert und die Platten nicht verlegt sind, kann der Container nicht entleert werden. Das ist Thai.

In den Haus kann man keinen Container entleeren, aber die Thai ziehen so ein und schlafen auf der Erde, Dreck stört sie sowieso nicht.

Wände werden gestrichen und Fußböden sind schon teilweise verlegt. Der Küchenboden ist natürlich nicht so schön, wie in unserer früheren Küche, da die Fliesen größer sind (vergl. mit Foto oben). Die Auswahl an Boden- und Wandfliesen in Thailand schätze ich auf etwa 30% der Auswahl eines deutschen Fachhandels.


 
Und was macht unser Gärtchen? Luck hatte mir versprochen, wenn ich komme, blühen Blumen und Sträucher, mittags kann ich das eigene Gemüse verspeisen, die geliebten Thai-Kräuter genießen und ich kann schon Früchte von Bäumen unseres Paradieses essen! Nun, zuerst musste ja das Unkraut weg, das in Büschen und Sträuchern wuchs und nicht weggerupft werden konnte. Da hat Luck einen Bulldozer bestellt, der alles unterpflügte. 


Der Gartenboden sieht nicht aus, als könnte dort ein Rasen entstehen
Sofort schlug ich ihr vor, nun umgehend einen Trecker mir einem großen Rechen stundenlang durch den Garten fahren zu lassen und damit die Wurzeln rauszuharken und gleichzeitig die tiefen Furchen des Bulldozers einzuebnen.
Aber meine Familie ist sparsam, die versuchten es selbst.

Die Bemühungen sind rührend bei einer Gartenfläche von fast 1500 Quadratmetern
Natürlich haben sie diese Sisyphusarbeit schnell beendet und unseren Architekten Wisit, der ja auch Landschafts- und Gartenarchitekt ist, um Rat gefragt. Seine klare Antwort war GIFT!!! So und nicht anders bekämpft man in Thailand Unkraut. So und nicht anders hat er es in den anderen Gärten gemacht. Aber wir wollen keinen Ziergarten, wir wollen Kräuter, Gemüse und Obst selbst anbauen, weil es in Thailand so sehr vergiftet ist. Wenn wir dem Vorschlag von Wisit folgen, können wir unsere Erträge nicht einmal als Tierfutter verwerten!
Ich bin mal sehr gespannt, wie viele Familienmitglieder und engagierte Gärtner sich in Zukunft mir unserem Garten abmühen werden.
Übrigens kann man einen Traktor mit einem Gerät zum Säubern des Bodens jetzt nicht mehr einsetzen: Luck hat schon etwa 30 Bäume gekauft und gepflanzt.

Das sind die Bäume der kleineren Art

Was wird in einem Jahr dominieren? Bäume und Blumen oder das "Unkraut"?
In Thailand ist zur Zeit Sommer, das heißt, keine Touri-Saison. Daher kann ich Ende Mai von einem Tag auf den anderen einen preiswerten Flug buchen.
Aber auch bei uns ist es seit Wochen viel zu warm mit viel zu wenig Regen. Heute habe ich ein Foto unseres "Vater Rhein" gemacht. Es ist erstaunlich und wenn die Pegel weiter sinken, wird die Schifffahrt eingeschränkt. 

Leider ist mein 2 Meter hoher, fast 2 Minuten lang rauschender und Wasser herbei zaubernder brasilianischer Regenstab im Container. Ich kann also nicht helfen.

Bild bald
Manfred am 13.5.2011

Samstag, 30. April 2011

DER CONTAINER IST UNTERWEGS!!

"Denk ich an Thailand in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.°
Ähnlich wie den Heinrich Heine im Bezug auf Deutschland, so bringt mich die Sehnsucht nach Thailand und nach Luck und ihrer Familie um den Schlaf. Und die Unruhe, ob alles, was ich gepackt und zusammen gestellt habe, in den Container passt und heil ankommt, lässt mich seit langem zwischen 3 und 4 Uhr aufstehen.
Alle Freunde in unserer Umgebung haben gesagt: Nimm alles mit. Wegwerfen oder verschenken kannst immer noch. Unsere Wohnung inc. Atelier, Büro, Werkstatt, Firnessraum usw. hat 280 qm. Also musste ich einen großen, 12m langen Container (40ft) nehmen.
Gott oder wem auch immer sei Dank, dass ich plötzlich an die engen, thailändischen Gassen dachte und Luck beauftragte, einen passablen Weg von der Autobahn zu unserem Grundstück zu suchen. Der LKW hat eine Länge von 16 Metern, die man nicht knicken kann. Auf den Straßen, die wir normalerweise benutzen, würde der Sattelschlepper bereits nach 100 Metern weder vor noch zurück können. Nun gut, Luck hat einen Weg gefunden und wir werden sehen.


Der Container war terminiert für den 28.4.2011. Die Sperrschilder sollten eine Woche vorher vor den Grundstücken 23A und 25 die Nachbarn informieren. Als ich keine Schilder sah, hängte ich selbst eigene Hinweise auf, die aber juristisch keine Bedeutung haben.
Vor dem Grundstück Nr 23 meines Nachbarn wiesen auf einer Distanz von 6(!) Metern Schilder auf einen Umzug der Spedition Hesse hin. Aber in der Nachbarschaft wollte niemand umziehen!
Dann war Ostern und tagelang tat sich gar nichts. Am ersten Arbeitstag nach Ostern, am 26.4., rief ich früh SCHENKER an und reklamierte, dass noch keine offiziellen Schilder aufgestellt waren. Man sagte mir, die Spedition Hesse sollte das erledigen. Das hat sie auch, aber vor dem falschen Haus und mit einem viel zu kleinen Platz für den riesigen LKW!
Zwei Stunden später waren zusätzlich neue Schilder aufgestellt mit sehr unterschiedlichen Daten: Die Parkverbote galten für den 16.4. und für den 18.4.. Nur vor meinem Nachbarn waren die Schilder mit dem 28.4. richtig beschriftet. 
Ich nahm an, die Mitarbeiter der Fa. Hesse hatten über Ostern Unmengen hochprozentiger Eier gegessen oder kistenweise Eierlikör genossen. Jedenfalls hatte ich eine so bekloppte Ansammlung von Schildern noch nie gesehen und beschloss, mich darum nicht zu kümmern.





Das Team von SCHENKER kam am 28.4. gegen 9 Uhr, um die Gegenstände und Kartons zu sichten und einzupacken, was von mir nicht erledigt werden konnte. (Damit ich in den Wochen vorher wenigstens einige Stunden ruhig schlafen konnte, hatte ich 149 Kartons selbst gepackt und auch 70% der anderen Gegenstände professionell verpackt und immer wieder die Volumina berechnet.)



Mittags kam der Container und hatte natürlich keinen Parkplatz, da die dort parkenden Autos nach Auskunft der Polizei zu Recht parkten. Immerhin hatten wir den 28. April und nicht den 16. oder den 18.. Zum Glück war noch so viel Platz, dass Autos vorbei konnten, und die Polizei drückte einige Augen zu.


Das Team von SCHENKER arbeitete absolut professionell, sie verstanden sich gut untereinander und machten erst gegen 16 Uhr eine kurze Mittagspause von 15 Minuten, um etwas zu essen. Da ich mich langweilte, trug ich die Gartenmöbel aus dem Keller hoch und half ihnen mit meiner Sackkarre viele Gegenstände nach draußen zu transportieren. Letztlich war zwar noch viel Platz in dem riesigen Container. Aber mit einem 20-feet-Container wären wir nicht klar gekommen.


Gegen 19.30 Uhr unterschrieb ich die vielen Packlisten und anderen Dokumente und das Team verabschiedete sich. Ich pumpte die Luftmatratz auf, die meine liebe Freundin Erika Koch mir geliehen hatte, duschte mich, macht mir eine Kleinigkeit zu essen, trank sehr schnell eine Flasche Chardonnay und schlief seit Wochen zum ersten Mal tief und lang, was nicht nur am leckeren ausstralischen Wein lag.

Heute sind seitdem zwei Tage vergangen. Ich habe die reichlich leere Wohnung aufgeräumt, geputzt und bin dabei, die restlichen Sachen (immer noch viel) und die Bilder und Plakate (sehr viel) zu sichten, zu fotografieren und über ebay und andere Anzeigen zu verkaufen. Wenn ich die Menge sehe, kann ich schon wieder nicht richtig schlafen. Aber am Ende muss man zur Not wegwerfen, selbst wenn es wertvolle Sachen sind.

Manfred am 30.4.2011

Dienstag, 12. April 2011

Thailand Visum u.a. Top-Tips vom Konsulat

Die letzten Tage waren anstrengend und zum Teil - was meine Arbeitsergebnisse angeht - enttäuschend und entmutigend. Natürlich packe ich nicht alles in die Umzugskartons ein, sondern stelle Sachen zum Sperrmüll und werfe vieles, was eigentlich noch schön und brauchbar ist, in den Müllcontainer. Aber wenn eine sehr gepflegte, 100% intakte Yamaha-Konzertgitarre, die ich in meinem Schaufenster für nur € 25,- anbiete, noch weiter runtergehandelt werden soll, wenn andere, schöne Sachen offenbar kein Interesse finden und wenn ein Interessent, der sich viele Gegenstände in meiner Wohnung ansieht und mir beim Herraustragen des Sperrmülls hilft , in einem unbeobachteten Moment € 130 klaut, verlässt mich der Wille, weiter zu machen.


Aber es gibt auch Tage, an denen es positiv läuft.
Mit dem Mitarbeiter des Königlich-Thailändischen Honorarkonsulats in Essen, Herrn Probst, hatte ich bereits ein tolles Telefonat im Oktober 2010. Er war so aufgeschlossen und hat mir so großartige Tips gegeben, dass ich davon gleich begeistert unserem Freund Armin Stader erzählte. Er lebt in Bangkok, arbeitete lange in leitender Position bei der NOWEA und vertrat diese riesige, international arbeitende Messegesellschaft danach in Thailand. In dieser Position und als Mitglied der Deutsch-Thailändischen Handelskammer kennt er natürlich alle wichtigen und sich wichtig nehmenden Leute auch in Bangkok, von der Botschaft angefangern über das Goethe-Institut bis hin zu Industriellen, Hoteliers und ungewöhnlichen Straßenküchen-Besitzern. Natürlich kennt er auch diesen hilfbereiten Herrn Probst vom Honorarkonsulat in Essen. Auf meine Mail antwortete er mir: „Wenn alle Botschaften, Konsulate etc. so faire und engagierte Mitarbeiter hätten wie Herrn Probst in Essen.....! Ich kenne ihn als "gute Seele" des Konsulats. Was er dir sagt musst Du glauben, was er dir rät hat Gewicht  - er hat ja all die "gestrandeten Rückkehrer" immer wieder vor seinem Counter stehen.“

Nun habe ich heute Herrn Probst noch einmal einige Fragen gestellt. Da die Antworten auch andere interessieren könnten, gebe ich sie hier wider:

1. Frage
Was muss ich tun, wenn ich länger in Thailand bleiben will, als das ein Tourist normalerweise tut? (Alles, was ich hier schreibe, gilt für Personen über 50 Jahre!!!)
Antwort
In jedem Fall brauche ich ein anderes Visum, als das 30-Tage-Touristen-Visum. Infos dazu findet man auf Seiten der Thai-Botschaft und des Essener Konsulats.
In meinem Fall muss erst einmal das Visum für 90 Tage (Non-Immigrant-Visum) beantragt werden, danach wäre eine Dauer-Aufenthaltserlaubnis (Resident Permit) angenehm.

Den Antrag finde ich unter 
www.thai-konsulat-nrw.de > Aufgaben > Visa.

Non-Immigrant Visum gültig 90 Tage - 1 Einreise - Aufenthalt 90 Tage
Das Visum (Typ 0) kostet  € 55,-. Das Visum ist nicht verlängerbar.
Wenn ich lange in Thailand bleiben will und die Leute von Immigration Office in meiner Provinzhauptstadt mir nicht innerhalb der 90 Tage meine Aufenthaltserlaubnis ausstellen, habe ich Pech. Dann muss ich ausreisen und die ganze Prozedur beginnt von vorne. 

Non-Immigrant gültig 1 Jahr - viele Einreisen - Aufenthalt jeweils 90 Tage
Wenn ich kein Risiko eingehen will, muss ich € 130,- bezahlen. Dieses Visum gilt ein Jahr, erlaubt mehrere Einreisen und ist bei jeder Aus- und Einreise um weitere 90 Tage verlängerbar. 
Das will ich also haben. Innerhalb eines Jahres sollte ich die Papiere vom Immigration-Office in Korat wohl erhalten.
Achtung! Das Konsulat in Essen nimmt keine Überweisungen an. Das Geld muss bar bezahlt werden, entweder bei einem persönlichen Besuch (Visum dauert nur eine Stunde) oder zusammen mit den anderen Unterlagen in einem Umschlag „Per Einschreiben“. (s. unten)

2. Frage
Welche Voraussetzungen für welches Visum muss ich erfüllen?
Antwort
Für beide Visa sind die Voraussetzungen gleich.
Ich benötige - den ausgefüllten Antrag 
- meine Heiratsurkunde in Kopie
- meinen Reisepass im Original, muss noch 6
                   Monate gültig sein
- ein Portraitfoto in Passbildgröße,
- den entspr. Geldbetrag.

Wenn ich das per Einschreiben an das Konsulat schicke, lege ich einen entspr. für eine Einschreiben-Rücksendung frankierten (3,50), adressierten Umschlag bei. Achtung! Auf den Umschlag bitte nicht „per Einschreiben“ schreiben, das macht das System des Konsulats selbst.

3. Frage
Wie geht es in Thailand weiter?
Mit dem „Multiple Enter-Visum“ kann ich  alle 90 Tage kurz über die Thai-Grenze reisen und zurückkehren. Dann habe ich wieder einen Stempel für weitere 90 Tage.
Wem das zu lästig ist, der beantragt eine Aufenthalts-Erlaubnis (Resident Permit).

Zusammen mit meiner Frau - sie kann die Verständigung erleichtern und den Behörden zusätzliche, positive Erklärungen über meinen Aufenthalt abgeben - gehen wir zum Immigration-Office unserer Provinz-Stadt. Dort beantragen wir die Aufenthalts-Erlaubnis.  Beweisen müssen wir der Behörde unter Vorlage von Dokumenten, dass wir nicht am Hungertuch knabbern. Da ich keine Rente oder andere regelmäßige Einkünfte habe, muss ich ein „Vermögen“ nachweisen. Für normale Farang-Eheleute sind es 800.000,- Baht, für thailändisch-deutsche Eheleute ist es die Hälfte. Das Geld MUSS bereits mindestens ein halbes Jahr auf dem Konto sein. Der Betrag könnte evtl. reduziert werden, wenn ich erhebliche Zuwendungen an meine Schwägerin beim Hausbau nachweise.
Wichtig und notwendig ist ein aktuelles, polizeiliches Führungszeugnis. Das bekomme ich beim Einwohnermeldeamt meines Wohnortes in Deutschland.
Außerdem sollte ich mir behördliche Sympathien verschaffen, indem ich die Bürokratie erfreue und mich ins Hausbuch (blau) meiner Schwägerin (Hausbesitzerin) eintragen und mir zusätzlich für mich ein gelbes Hausbuch (für Farangs) aushändigen lasse.

Wenn ich nun endlich diese Aufenthaltserlaubnis in Händen habe, muss ich trotzdem alle 90 Tage zum Immigration-Office und mich vorstellen. Das kann ich mit einem Einkauf oder Besuchen verbinden. Meine liebe Luck ist etwas beschämt, weil sie in Deutschland  ihre unbefristete Aufenthalts-erlaubnis sofort nach unserer Heirat erhielt, und sie sich danach nie irgendwo vorstellen musste. Aber Thailand ist Thailand.(Inzwischen sehe ich die Praxis der Ausländer-behörden in Thailand mit ihren zum Teil auch von Korruption oder Antipathie bestimmten Ergebnissen sehr kritisch, Nachtrag 11.2013)

Zusätzlich gab mir Herr Probst noch einige wertvolle Tips für den Umzug und für den Aufenthalt.
Für den Zoll deklarieren wir in unseren Packlisten der Firma SCHENKER (sehr kooperativ!) die Ikea-Bücherregale und andere, neue Möbelstücke auf die Namen meiner Frau oder meiner Schwägerin (sie war auch schon einmal in Deutschland). Damit sind diese Teile für den Zoll nicht mehr interessant. Ebenso verfahren wir mit Teilen meiner riesigen Musiktitel- (fast 25.000) und Filmsammlung (fast 3500). Wir haben aber für die 2.500 Bücher und die Musik- und Filmsammlung noch einen anderen Weg gewählt: Freunde und Personen der Familie haben in Pakchong einen Kulturverein gegründet  (geht auch ohne Anmeldung und Eintragung), dem der ganze Kram gehört. Das ist mit Aufklebern auf den Kartons vermerkt.
Außerdem wies mich Herr Probst auf die vielen Stammtische und Clubs der deutschen Aussiedler hin, bei denen ich auch Adressen von in der Nähe lebenden Handwerkern erfahren kann. Einen Schreiner, bei dem ich weiss lackierte Bretter, Leisten usw, bekommen kann, habe ich in unserer Gegend noch nicht gefunden. Ebenso benötige ich eventuell einen Uhrmacher für meine wertvollen, 270 Jahre alten Uhren. Aber da bekomme ich vielleicht von SCHENKER einen Tip, da sie für einen deutschen Uhrmacher einen Umzug nach Thailand mit 150 antiken Uhren gemacht haben.

Für einen Ausländer, der seinen Lebensabend in Thailand verbringt, gilt ein strenges Arbeitsverbot. Alles Handwerkliche, das auch ein Thailänder machen könnte, darf ich mit meinen mitgebrachten Werkzeugen EIGENTLICH nicht erledigen. Das klingt total bekloppt, aber wenn mich ein Thai-Nachbar anzeigt.........Es könnte ja sein, dass ich mit meinen Fähigkeiten und meinen Werkzeugen Geld verdienen will. 
Herr Probst kannte auch da Nebenwege: Wenn ich als Designer, Künstler, Fotograf usw. ein Creativ-Studio mit mindestens sieben Thai-Mitarbeitern gründe, wenn ich dazu noch kreative Kochkurse gebe und eine Malschule für Kinder leite, darf ich arbeiten. Die Thai-Mitarbeiter können übrigens zum großen Teil Familienmitglieder sein.(Nachtrag 2013: Aber der Bürokratismus der Anmeldung eines Gewerbes ist mir in diesem burokratiegeilen Land zu blöd. Da lasse ich das alles und baue meine Lampen, Tische, Schränke und Regale weiter selbst. So wie ich das mache kann das ein Thai sowieso nicht.)

Herr Schmeer von SCHENKER und sah sich nachmittags meine bereits gepackten Kartons, die Möbelstücke und die verpackten Kleinteile an. Wahrscheinlich fand er insgeheim sehr gut, dass ich bereits einen Teil der Arbeit von SCHENKER erledigt habe. Aber ich denke, er war ganz objektiv und professionell, als er mir erklärte: “Das passt alles rein.“ Das war das zweite, sehr positive Gespräch des Tages. Mal sehen, wie es weiter geht.




Da die Bauleute in Thailand wissen, dass ich durch meinen Unfall später komme, lassen sie sich etwas Zeit. Daher gibt es keine wesentlich neuen Ansichten des Hauses. Lediglich zur Straße hin ist ein neues Stück Mauer gezogen.



Manfred Spies
12.4.2011