Mittwoch, 27. Juni 2012

Fußballer-Zitate / EM - Vorspiel



                                                                         Foto: siehe Link ganz unten


„Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen.“ Otto Rehagel

„Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien“ Ex-Nationalspieler Andy Möller

„Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch regelmäßig Sex“ Mehmet Scholl

„Ich glaube nicht, daß wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.“ Bayern-Manager Uli Hoeneß

„Dann kam das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber mir lief's ganz flüssig“ Paul Breitner, Weltmeister von 1974

„Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Niederlage oder Unentschieden“ Franz Beckenbauer

„Jede Seite hat zwei Medaillen“ Ex-Nationalspieler Mario Basler

„Wir können so was nicht trainieren, sondern nur üben“ Nationalspieler Michael Ballack

„Wunderbar, wie er seinen Körper zwischen sich und den Gegner schiebt“ Meister-Trainer und Fernseh-Experte Udo Lattek

„Bei mir wusste man immer, wo ich dran war“ Günter Netzer

„Mir ist egal, ob einer Brasilianer, Pole, Kroate, Norddeutscher oder Süddeutscher ist. Die Leistung entscheidet und nicht irgendeine Blutgruppe“ Christoph Daum

„Ich grüße meinen Vater, meine Mutter und ganz besonders meine Eltern“ Österreichs früherer National-Stürmer Toni Polster

„Da gehe ich mit Ihnen ganz chloroform.“ Deutschlands früherer Bundestrainer Helmut Schön

„Ja, der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich“ Peter Pacult, damals Trainer von 1860 München

„Eine gefährliche Parabole aufs Tor“ Karl-Heinz Rummenigge

„Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio - ich meine Quartett“ Fritz Walter
 
„Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt.“ Fritz Walter

„Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.“ Hans Krankl

„Ich hoffe, daß dieses Spiel nicht mein einziges Debüt bleibt“ Nationalspieler Sebastian Deisler

„Wir haben ein Abstimmungsproblem - das müssen wir automatisieren.“ Berti Vogts

„Die Brasilianer sind ja auch alle technisch serviert.“ Andreas Brehme

„Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“ Mario Basler

„Ich bin körperlich und physisch topfit.“ Thomas Häßler

„Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ Bruno Labbadia

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„Ihr Fünf spielt jetzt vier gegen drei.“ Fritz Langner

„In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt“ Franz Beckenbauer über seine Zeit als Spieler

"Man muss nicht immer die absolute Mehrheit hinter sich haben, manchmal reichen auch 51 Prozent“ Christoph Daum

„Unsere Chancen, das Viertelfinale zu erreichen, stehen 50:50 oder 60:60.“ Reiner Calmund

„Wir haben 99% des Spiels beherrscht. Die übrigen 3% waren schuld daran, daß wir verloren haben“ Ruud Gullit, holländischer Ex-Nationalspieler

„Das Tor gehört zu 70 Prozent mir und zu 40 Prozent dem Wilmots.“ Ingo Anderbrügge

„Zwei Chancen, ein Tor: Das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung“ Ex-Stürmer Roland Wohlfarth (VfL Bochum)

„Ein Drittel mehr Geld? Nee, ich will mindestens ein Viertel.“ Horst Szymaniak

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„Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los'“ Ex-Nationalspieler Steffen Freund

„Die Holländer sind vorne vom Feinsten bestückt.“ Oliver Kahn

„Es ist immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben.“ Sebastian Kehl

„Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.“ Andreas Möller

„Von der Einstellung her stimmt die Einstellung.“ Andreas Brehme

„Ich habe fertig.“ Giovanni Trappatoni

„Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser“ Libero-Legende Franz Beckenbauer

„Ich weiß auch nicht, wo bei uns der Wurm hängt“ Ex-Oberhausen-Profi Fabrizio Hayer

„Man darf ihn jetzt nicht übers Knie brechen“ Rudi Völler, Fußball-Weltmeister von 1990

„Uns steht ein hartes Programm ins Gesicht“ Andy Brehme, damals Trainer bei Kaiserslautern

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken mit Ende“ Ex-Nationalspieler Pierre Littbarski

„Das nächste Spiel ist immer das nächste“ Ex-Nationalspieler Matthias Sammer

„Die Eintracht ist vom Pech begünstigt“ Charly Körbel, Spielerbeobachter Eintracht Frankfurt

„Wir schwimmen im luftleeren Raum“ Wattenscheids Ex-Trainer Hannes Bongartz

„Wir sollten nicht alles ins Korn schmeißen“ Franz Beckenbauer

„Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit“ Rudi Völler

„Vor der Saison haben alle gedacht, daß wir gegen Bayern kleine Brötchen kochen müssen. Aber wie man sieht, backen die auch nur mit Wasser“ Helmut Schulte, Ex-Manager FC St. Pauli

„Da sind meine Gefühle mit mir Gassi gegangen“ Jürgen Klinsmann

„Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen“ Österreichs früherer National-Stürmer Toni Polster

„Keiner verliert ungern.“ Michael Ballack

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„Wir haben mit der notwendigen fairen Brutalität gespielt“ Ex-Cottbus-Profi Christian Beeck

„Da hab ich gedacht, da tu ich ihn ihm rein in ihn ihm sein Tor“ Kopfball-Ungeheuer Horst Hrubesch

„Die schönsten Tore sind die, bei denen der Ball schön flach oben reingeht“ Mehmet Scholl

„Im ersten Moment war icht nicht nur glücklich ein Tor geschossen zu haben, sondern auch, dass der Ball reinging“ Ex-Nationalspieler Mario Basler

„In der Mitte, da sind sie vierbeinig“ Karl-Heinz Rummenigge über die Abwehr von Luxemburg

„Wenn der Mann in Schwarz pfeift, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr ändern“ Lauterns Ex-Trainer Andy Brehme

„Das muß man verstehen, daß er Schwierigkeiten hat, sich einzugewöhnen. Er ist die deutsche Sprache noch nicht mächtig.“ Ex-Bayern-Stürmer Jürgen „Kobra“ Wegmann

„Ich lerne nicht extra französisch für die Spieler, wo diese Sprache nicht mächtig sind.“ Mario Basler

„Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.“ Uli Hoeneß

„Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen.“ Frank Beckenbauer

„Nach der Pause haben wir den Rhythmus verloren, den wir vorher nicht gefunden hatten.“ Roy Präger

„Ich glaube, daß der Spitzenreiter jederzeit den Tabellenführer schlagen kann“ Berti Vogts

„Hass gehört nicht ins Stadion. Die Leute sollen ihre Emotionen zu Hause in den Wohnzimmern mit ihren Frauen ausleben“ Berti Vogts

„Ich hab 'ne Oberschenkel-Zerrung im linken Fuß“ Ex-Weltmeister Guido Buchwald

„Ich brauche keinen Butler. Ich habe eine junge Frau!“ HSV-Trainer Thomas Doll

„Keiner liebt mich, da können sie meine Frau fragen“ Hans Meyer

„Mein Problem ist, daß ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“ Andreas Möller

„Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt.“ Thomas Häßler



Lothar Matthäus:
„Es ist wichtig, dass man 90 Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt“
„Das Chancenplus war ausgeglichen.“
„Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken“
„Wir sind eine gut intigrierte Truppe“
„Schiedrichter kommt für mich nicht in Frage. Schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat.“
„Ein Wort gab das andere - wir hatten uns nichts zu sagen.“

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Und zum Abschluß:
„Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank“ Ex-Nationalspieler Horst Hrubesch


Wer auch noch ein paar Bilder zu einigen Zitaten sehen will....
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/sport/Mailand-oder-Madrid-Hauptsache-Italien-article184690.html


Grüße von
Luck (sehr begeisterter Deutschland-Fan) und Manfred (eher national neutral und ansonsten BVB-Bewunderer und Daumendrücker)

Sonntag, 10. Juni 2012

Thaland: Polizeistation

(Fortsetzung von Thailand: Auto - Unfall)


Da wir auf der Polizeiwache eigentlich nicht gebraucht wurden, beobachtete und fotografierte ich.

Natürlich lief in der Wache der Fernseher, wie in jedem Geschäft, in jedem Imbiss oder Restaurant, in jeder Bank, in jeder Behörde und bei jedem Arzt. Programm: Nicht etwa Nachrichten oder Verkehrsberichte, sondern Seifenoper-Serien. Tief in den Sessel versunken glotzte der Beamte auf den Bildschirm.


Ein anderer Beamter vernahm einen Vater mit seinem ausgeflippten Sohn. Dieser hatte die ganze Zeit den Kopf vor dem Beamten auf der Tischplatte und pennte.


Was würde wohl ein deutscher Polizist dazu sagen?
Später kam eine Gruppe von Polizisten bewaffnet zur Vernehmung. Sie stellten ihre Gewehre in dem öffentlichen Warteraum an die Wand und gingen nach draußen, um sich eine zu rauchen.


Aber daraus Rückschlüsse auf die mangelhafte Arbeit der Thai-Polizei zu ziehen wäre falsch. Diese Beamten arbeiten sehr effektiv. Diebe werden überraschend schnell gefasst. Manchmal wird bei einer Kontrolle entdeckt, dass der eingebaute Moped-Motor geklaut ist, und das Fahrzeug wird sofort beschlagnahmt, Und die Zahl der wegen unterschiedlichster Vergehen konfiszierten Zweiräder ist gewaltig.




Angekettete Motorräder und Mofas, ganz wenige davon beschädigt. Ich fragte, was mit diesen vielen intakten Zweirädern geschieht, wenn die Eigentümer nicht aufrauchen, weil sie sich der Bestrafung entziehen wollen. Leider keine Antwort. Ich hätte gern so ein Ding billig ersteigert.

Das Auftreten der Beamten in Thailand habe ich total anders erlebt, als in Deutschland.
Aber das ist mein Eindruck. Andere haben andere Erfahrungen.


Allen, die ein wenig Zeit und das Interesse an Thailand und dem horizontalen Verkehr auf Rädern haben, seien folgende Links mit zum Teil launigen, spaßigen oder satirischen aber auch sehr informativen Texten empfohlen. Bei Siam-Info gibt es auch die entsprechenden Video-Clips.

http://www.siam-info.de/german/strassenverkehr.html

http://www.baanthai.com/magazin/verkehr.asp

http://www.thailandinformation.de/autofahren-in-thailand-383-pictures.htm

http://www.farang.de/Archiv/AUSGABEN/2009_09.html#4

Und die informativste Statistik zum Thai-Verkehr hat unser Freund Paul Martini auf seiner Homepage:

https://sites.google.com/site/thailandprivat/thaiknol/die-dunkle-seite-des-traumlandes

https://sites.google.com/site/thailandprivat/thaiknol/fortlaufende-unfallliste-2013



Auf dem Polizeigelände sahen wir Autos von Unfällen, die nicht so harmlos waren wie bei uns. Und täglich kommen neue hinzu.







Luck und Manfred
10.06.2012

Thailand: Auto - Unfall mit Fahrerflucht

In Thailand ist Linksverkehr. Ich fuhr rechts auf der Überholspur. Vor mir wolle ein LKW, der auf der linken Spur fuhr und den Blinker gesetzt hatte, links abbiegen und stoppte. Ich überholte ihn langsam und sah im letzten Moment einen roten Pkw  aus der Seitenstraße kommen. Unser Pikup hat gute Bremsen. Wir standen sofort.
Der Typ im roten Toyota wollte nach rechts in den Gegenverkehr. Er schaute nur nach links und achtete nicht auf die von rechts kommenden Autos. Als er glaubte, freie Bahn zu haben, gab er Gas und krachte in unser stehendes Fahrzeug. Er setzte zurück, kurvte um uns herum und raste im Gegenverkehr an uns vorbei. Fahrerflucht, ein in Thailand völlig normales Verhalten von Unfall-Verursachern, von Besoffenen oder Fahrern ohne Führerschein.
Bericht aus Thailand Guru

Bericht aus TIP, Zeitung für Thailand

noch ein Bericht

Wie in einem amerikanischen Gangsterfilm wendete ich mit schreienden Reifen und eilte durchaus auf die anderen Fahrzeuge achtend, rechts und links überholend auf der Schellstraße hinter dem roten Toyota her. Luck, die sich im Auto festhielt, tat mir leid.

Nach zweieinhalb Kilometern hatte ich den Flüchtigen und bremste ihn hupend aus. Ich sprang aus dem Wagen und rannte auf den aussteigenden, jungen Fahrer zu. Ich ging ihm sofort an die Gurgel und wollte gerade die Reste meiner Boxclub-Erfahrungen realisieren, als mich Luck zurück hielt.
Ich muss dazu sagen, dass mir blitzschnell alle Farang-Berichte und diverse Artikel in den deutschsprachigen Thai-Medien durch den Kopf schossen, wonach ein Farang gegenüber einem Thai keine Rechte hat, die Polizei total korrupt ist und die Thailänder Weltmeister im Lügen sind. Da sollte dieser fahrerflüchtige Knabe, gegen den ich rechtlich wahrscheinlich keine Chance hatte, wenigstens die Fresse poliert bekommen. Aber meine liebe Frau verschonte ihn. Wie sich später herausstellte war das okay.



Beide Seiten telefonierten heftig. Luck rief ihre Schwester an, der das Auto gehört. Der Thai-Louis hielt sich immer abseits auf, damit wir nicht hören konnten, was er sprach. Bei Luck setzte ich mich schließlich durch, und es wurden auch die Polizei und die Versicherung verständigt.



Wir warteten. Schließlich kam als erste Jek, die Schwester von Luck. Danach kam die Polizei, danach der Vertreter der Versicherung, dann der von der Polizei gerufene Abschleppwagen, danach noch der Sohn des Polizeichefs von Korat zur Verstärkung, ein guter Bekannter von Jek. Zuletzt kamen auch Verwandte des rotzfrechen Strizzis.

Ganz anders als erwartet war der Polizist wunderbar. Und er hatte Humor. Der Jüngling am Toyota-Steuer besaß keinen Führerschein. Der Wagen war nicht versichert. Der fahrerflüchtige Jüngling erklärte, wir seien bei Rot über die Kreuzung gefahren. Aber er konnte die Kreuzung nicht beschreiben. Als ihn der Polizist fragte, warum er denn abgehauen sei, wenn er doch im Recht sei und ein kaputtes Auto habe, dass ersetzt werden müsse, sagte dieser Typ tatsächlich: “Ich wollte dem Farang keine Probleme machen.“ Ich habe fast auf dem Boden gelegen vor Lachen. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das ist Thai-Mentalität. Man gibt keinen Fehler zu, selbst wenn die Lüge so saublöd ist, dass sich alle biegen vor Lachen. (SieheVerteidigung von "weißen" Lügen durchn Thai-Politiker):

http://www.thailand-tip.com/nachrichten/news/es-ist-unsere-kultur-zu-luegen-und-zu-betruegen-um-unser-gesicht-zu-wahren/

http://www.thailand-tip.com/nachrichten/news/finanzminister-erzaehlt-luegen-und-steht-dazu/

http://www.n-tv.de/politik/Finanzminister-wehrt-sich-article7048771.html
 
http://www.wochenblitz.com/nachrichten/bangkok/29456-duerfen-politiker-luegen.html


Weil der Thai-Strizzi keinen Führerschein hatte, wollte der Polizeibeamte den Autoschlüssel haben und den Wagen abschleppen lassen. Der Strizzi sagte „Nein!“Der Beamte sagte: “Nun sei vernünftig, du steckst sowieso in der Scheisse. Ich habe telefoniert. Du bist bei uns bestens bekannt, deine kriminelle Vergangenheit ist beachtlich.“ Der Strizzi sagte „Nein!“Als der Polizist an seinen Handschellen nestelte übergab der Fahrer die Schlüssel.


Weder auf der Straße noch später auf der Polizeiwache wurden meine Papiere angesehen, wurden wir nach dem Unfallhergang befragt. Der Fall war für die Polizei und die Versicherung klar. Der Pickup von Jek wird auf Kosten der Versicherung repariert. Diese muss sich nun mit dem beschädigten Toyota, der Einrichtung der Familie oder sonst wie das Geld zurück holen. Der kriminelle Jugendliche wird wahrscheinlich nicht ins Gefängnis gehen. Da es in Thailand keine Meldepflicht gibt, wird er einfach abhauen und für einige Zeit die Stadt wechseln.

(Fortsetzung folgt gleich.)

Luck und Manfred
10.06.2012




Freitag, 18. Mai 2012

Thailand: Straßenhunde: gerettet - kerngesund

Am 28. Oktober 2011 schrieben wir unter dem Titel "Hunde wollt ihr ewig zeugen" (kann man oben im Suchfeld eingeben) die Geschichte unserer winzigen, im Monsunmorast fast erstickten und ertrunkenen Welpen, denen niemand eine Überlebenschance gab. Sie waren nicht nur unterernährt, sondern auch von einer gefährlichen Milbenart befallen, die ihren ganzen Körper entstellt hatte.
In dem Blog-Artikel haben wir vor allem darauf hingewiesen, dass es nichts mit der hirnrissig verklärten, thailändischen Hundeliebe zu tun hat, wenn man Hundebabys gern annimmt, aber wenn die Hunde groß und lästig werden und die Kinder sich von dem Kuscheltier abwenden, die Tiere auf die Straße gejagt und sich selbst überlassen werden. Dort vermehren sie sich dann millionenfach. Wir haben in dem Beitrag auf diesen Horror hingewiesen und empfohlen, Hunde zu sterilisieren und zu kastrieren. Das haben wir damals sofort mit allen erreichbaren Hündinnen in unserer nägeren Umgebung gemacht.

Unsere Welpen sahen schrecklich aus und auch der Tierarzt war skeptisch und prognostizierte im Überlebendsfall zumindest starke Schäden am Fell. Auch unser Nachbar T. Wagner berichtete von seinen Erfahrungen mit eigenen Tieren, die gestorben sind.

Ihm sowie allen Bekannten hier in Pakchong und auch in Deutschland möchten wir von unserer Freude mit den inzwischen erwachsenen, starken, liebevollen und kerngesunden Hunden berichten, die unser Haus gut bewachen. Allerdings habe ich durchgesetzt, dass das Betreten des Hauses für alle Vierbeiner, auch für die Schoßhündchen der Verwandten und Bekannten, verboten ist.

Inzwischen sind auch "Peter" und "Patty" ärztlich so behandelt, dass Nachwuchs ausgeschlossen ist. Damit haben wir insgesamt bei neun Hunden diese Behandlung durchführen lassen. Schön wäre es wenn andere diesem Beispiel folgen würden.

Die folgenden Bilder zeigen die Entwicklung der Welpen am Beispiel von Patty. Man kann sich vorstellen, wie zufrieden wir sind.





Die Mutter sitzt mit ihren Kindern morgens vor der Küchentüre und alle warten auf das Frühstück
Peter bringt inzwischen selbst seinen Teller und stellt ihn provozierend vor die Türe.
Der Schwester von Luck habe ich zum Geburtstag ein Album mit Fotos von allen von ihr versorgten Hunden und von unserer Hundefamilie geschenkt. Wenn Besucher und Kunden die Fotos in ihrem Laden sehen, wundern sie sich immer wieder über einen Farang, der mit kleinen und großen Hunden schmust. Klar, die Ausländer hier werfen meist mit Steinen nach den Straßenhunden oder vergiften sie. Aber auch die Thais haben keinen wirklich liebevollen Umgang mit ihren Tieren, nicht einmal mit den Schoßhündchen, die mehr aus Prestige als aus Zuneigung gehalten werden. Thais, die Hunde streicheln oder am Hals und am Bauch kraulen habe ich noch nie gesehen. Entsprechend wenig ausgeprägt sind Freudenhüpfer der Hunde, wenn die Hundebesitzer sie morgens begrüßen.
Aber über die psychologischen Befindlichkeiten der BesitzerInnen von Zwergpudeln, Chihuahuas, Maltesern, Pekinesen und anderen Liliput-Vierbeinern möchte ich mich nicht auslassen. Das könnte mit viel Fantasie nach Artikel 112 des Thai-Strafgesetzes zu einer Majestätsbeleidigung führen, da der Königssohn auch so eine Kreatur besitzt, angeblich zum Hundefrisör fliegen lässt und den Fahrern und anderen Bediensteten gebietet, sich nur unter tiefen Verbeugungen dem Tier zu nähern.(s. Presse-Artikel)
Aufgepeppter Königs-Pudel

Ausschnitt aus FAZ

Mit einem frühlichen Bellen aber auch mit leichtem Knurren grüßen wir alle von der Pimparam Road 101 in Pakchong.

 Peter, Patty, Marc, Tawan, Luck, Mooy und Manfred, 18. Mai 2012









Mittwoch, 16. Mai 2012

Thailand Gewitter in Pimpaka / Pakchong

Nachdem wir in Pakchong sehr lange keinen Regen hatten - selbst wenn er im Wetterbericht angekündigt war - goß es ein paar Kilometer weiter in Stömen, aber bei uns in Pimpaka fiel kein Tropfen. Wir haben unseren Freunden in Deutschland viel von unserer Wärme geschickt und erbaten im Gegenzug etwas geringere Temperaturen und vor allem Regen. Das hat dann auch einmal geklappt und wir haben uns im Blog dafür bedankt.

Nun hat Luck gestern die vielen Blumen, die uns nur wenige Wochen mit ihrer Blütenpracht erfreuten und dann verwelkten (keine Stauden), auf meinen Wunsch mit über 100 langlebigen Pflanzen ersetzt. Es sind sogar zwei meiner Lieblingsbäume mit ganz hellen, gelbgrünen Blättern dabei.
Nach getaner Pflanzarbeit musste vor dem Ausruhen noch gegossen werden.


Da wünschte sich Luck zur Entlastung ein bisschen Regen, den sie auch nachts in ausreichender Menge bekam. Ein etwa einstündiges Gewitter zog dermaßen blitzend und krachend über uns hinweg, dass ich in der Badehose pudelnass nach unseren Haustieren sah, die bei Donner furchtbare Angst bekommen.

Der heutige Morgen schenkte uns zum Frühstück einen blauen Himmel und frische Luft, obwohl weiterer Regen angekündigt war. Aber wir sind in Thailand, und da sind nicht nur die Handwerker relativ terminliberal. Der Tag wurde heiß und Ausbesserungs- und Reparaturarbeiten im Haus und im Garten waren quälend. Nach unserer Mittagspause zog sich der Himmel zuerst mit hellen, dann mit immer finsteren Wolken zu und gegen 17 Uhr hatten wir unser angekündigtes zweites Gewitter.


Diese Regenfälle an beiden Tagen hatten aber gar nichts mit dem Monsunregen des letzten Jahres zu tun, der die bekannte Flutkatastrophe auslöste. Aber in der letzten Zeit müssen die Thailänder auch in unserer Gegend Einiges mit Wald und Feld angestellt haben. Jedenfalls haben wir nach zwei Gewittern nicht erwartet, dass mitten in der uns benachbarten Farm plötzlich ein reißender Strom aus den Bergen zu sehen war. Luck hatte so etwas noch nie gesehen und war geschockt.


Mich interessierte, wohin sich das Wasser ergießt. Mit Sandalen und kurzen Hosen bekleidet zog ich mit meiner Kamera auf die Straße auf der Suche nach den Wassermengen.

Ich fand die Ergebnisse des Gewitters etwa 500 Meter unterhalb unseres Hauses. Die Bilder sprechen für sich.
Als ich bei weiteren Gewitterwolken eilig in der Dunkelheit den Weg nach Hause antrat, gestaltete sich das schwierig: Bis hoch zu unserem Haus kam mir auf der Straße ein reißender Fluß entgegen, in den ich beinahe einige Male geplumpst wäre, weil ich ja unter der braunen Brühe nicht die tiefen Schlaglöcher unseres Pimpaka-Boulevards sehen konnte.

Das war das Straßen-Bächlein beim Hinweg
Straße beim Rückweg
Als neue Wolken aufzogen, machte ich mich auf den Heimweg
Meine Schwägerin, die nun wirklich in ihrem Alter nicht mehr so fit ist wie die überall herum stehenden jungen Typen, erinnerte sich genau an die Kanalgitter und befreite sie von den angeschwemmten, verstopfenden Teilen. Danach bat sie allerdings einen Jüngeren, den Dreck weg zu schaffen.
Als ein Stadtwerke-Wagen am "Katastrophen"-Ort eintraf, hatte bereits ein kluger Mann ebenso wie meine Schwägerin Mooy in Erinnering an einen Kanaldeckel mit den Händen in der Lehmbrühe gesucht, gefunden und den Abfluss befreit. Danach gurgelte das aufgestaute Wasser strömend in die Kanalisation.

Der kleine Fluss entlang der Eisenbahnlinie war innerhalb von einem Tag von einem fast ausgetrockneten Rinnsal gefährlich angestiegen. Das zog - wie schon früher beschrieben - Neugierige an. Alle sind gespannt, ob er morgen über die Ufer getreten ist und Hausbesuche macht.

Mal sehen, wann sich der vom vielen Regen aufgeweichte, lehmig-weiche Boden dem Gewicht unseres Hauses nicht mehr widersetzt und wir nicht im schiefen Turm von Pisa aber im schrägen Haus von Pimpaka wohnen.

Abgekühlt grüße ich mit immer noch lehmigen Füßen

Manfred Spies, 15.5.2012

Sonntag, 6. Mai 2012

Happy Birthday in Thailand

In Thailand feiert man gern und oft, weil es dann immer etwas zu Essen gibt. So wird nicht nur das thailändische Neujahrsfest "Songkran" im April gefeiert, sondern ganz pragmatisch ein zweites Mal vorher am 1. Januar in großer Runde gefuttert und getrunken als käme anschließend eine lange Fastenzeit. Meine Schwägerin Mooy hat am 1. Januar Geburtstag. Das hat keiner bemerkt, erwähnt oder gewürdigt. Als einziger Festteilnehmer habe ich ihr abends gratuliert und ihr einen Heißluftballon geschenkt (s. Blog-Beitrag).
Nach langjähriger Erfahrung mit Schenken und Beschenkt-werden in Thailand wundere ich mich nicht mehr, wenn man evtl. Geburtstags-Geschenke, die fast nie etwas mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu tun haben, in Kartons oder Plastiktüten ausgehändigt bekommt. Von einer japanischen Verpackungskunst sind die Thailänder Lichtjahre entfernt.

Thailänder, die im Ausland studiert oder gearbeitet haben, packen schon mal Wein- oder Whiskyflaschen in Geschenkpapier. Aber das ist selten. Und einen "Geschenke-Tisch" habe ich selbst bei Hochzeiten noch nie gesehen. Da gibt es einen großen Karton mit einem Schlitz, in den alle Geld stecken.

Die Geburtstage meiner Frau und anderer Familienmitglieder wurden in den vergangenen Jahren von Freundinnen und Verwandten immer komplett ignoriert. Als ich am 5. Mai zum Geburtstag meiner Schwägerin Jek mit einem großen Album mit sehr vielen, großformatigen Prints ihrer und unserer Hunde zu ihr kam, sang ich bereits auf der Straße 30 Meter vor ihrem Geschäft über mein Megaphon "Happy Birthday". Jek bediente zuerst weiter ihre Kunden, nahm mich dann in den Arm und besah sich interessiert das Album. Weder gab es bei ihr spürbare Freude noch gratulierte eine Kundin oder ein Kunde dem Geburtstagskind. Sind die Thaländer alle alexithym? Gefühlsausbrüche beobachtet man in Thailand fast nie, geweint wird höchstens am Totenbett.

Viel wichtiger bei Geburtstagen ist, dass die Festgemeinde mit Grill, Hot-Pot und allen erdenklichen Fressalien anrückt.
Das war gestern bei meinem Geburtstag auch so. Aber es war ja auch ein Fest für drei Personen.
Anfang Mai häufen sich die Geburtstage im Freundes- und Bekanntenkreis. Da geht schon mal bei all den Gratulationen der eigene "Festtag/Fresstag" im Gedränge unter.

- am 2. Mai hat eine Dog-Lady einer Verwandten Geburtstag und bekam ein rosa Kleidchen (Bild noch nackt))
(s. auch: http://www.thaizeit.de/thailand-themen/news-detail/artikel/hunde-auf-dem-catwalk-thailands-lady-dogs.html)
- am 3. Mai hat eine Thai-Freundin mit Hund Geburtstag (Bild)
- am 4. Mai hat meine Freundin Angelika ohne Hund aber auf einer Wanderung nach Rom Geburtstag
- am 5. Mai hat meine Schwägerin Jek mit Hund Geburtstag (Bild)
- am 6. Mai habe ich mit Hund Geburtstag (Bild)
- am 7. Mai hat mein Freund Heiner ohne Hund in Mülheim Geburtstag

Meine Frau hat in den Jahren in Deutschland einiges in Erinnerung behalten und brachte mir um 6 Uhr einen Kaffee ans Bett, klebte eine Glückwunschkarte an meinen Spiegel und stellte Blümchen aus dem Garten auf den Frühstückstisch. Das war doch ganz thai-untypisch rührend aufmerksam.

Damit sind die Fragen aus Deutschland nach meinem entspannten, wunderbaren, sonnigen und und herzlichen Glückstag im Kreise der Familie beantwortet.






Herzliche Grüße und einen warmen Mai wünscht Manfred
7. Mai. 2012

PS.: Am 5 Mai war ich beim Augenarzt zur Netzhaut-Untersuchung. Er sagte: "Alles in Ordnung." Dann fügte dieser tüchtige Mediziner ganz ernsthaft hinzu: "Das ist ja klar, heute ist ein guter Tag! Wir haben nach thailändischem Kalender den 5.5.2055!!!" Ich musste mich anstrengen, nicht laut zu lachen. Na ja, in Deutschland werden am 11.11. um 11.11 Uhr alle auf Kommando lustig. Das hat auch etwas von Aberglaube.



Samstag, 5. Mai 2012

Danke aus Thailand

Monatelang hatten wir Sonnenschein, Hitze und kaum einmal Regen. Wenn ein paar Tropfen fielen sagte Luck in ihrem enttäuschten Deutsch: "Das war nur Pipi."
Da es in Deutschland zu kalt und regnerisch war, wünschten wir unseren Freunden etwas von unserer Wärme und erbaten im Austausch etwas Regen, damit Luck nicht bis in die Abendstunden wässern muss.


Das hat geklappt. Wie wir in den letzten Wochen lesen konnten, stiegen bei euch die Temperaturen auf bis zu 23 Grad. Nun habt ihr uns den ersehnten Regen geschickt und besonders Luck ist dankbar.



Herzliche, und dankbare Grüße von Luck und Manfred :-))