Dienstag, 9. März 2021

Thailand Tauschhandel

Der Tauschhandel stellt die älteste Form des Außenhandels dar. 


Als es noch kein Geld gab, galt er als die einzige Möglichkeit des Warenerwerbs. Händler oder Landwirte tauschten zwecks Bedarfsdeckung Gegenstände oder Nutztiere gegen Lebensmittel oder sonstigen Alltagsbedarf ein.

Im frühen Mittelalter überwog weiterhin der Tauschhandel, Waren wechselten den Besitzer, ohne dass Geld für sie bezahlt wurde.(Zitat Wikipedia)


Aktuell in Thailand gibt es ein Aufblühen des Tauschhandels, besonders auf dem Land. Bauern können ihre Ware nicht kostendeckend verkaufen, weil es eine eine Konsumkrise durch Arbeitslosigkeit und wenig Geld und zudem Discounter gibt, die Waren in großen Mengen zu Spottpreisen aufkaufen oder selbst in eigenen Farmen unter Einsatz von Maschinen hergestellt haben. 

Deshalb tauschen kleine Farmer und Bauern ihre Produkte gegen Dienstleistungen oder andere Produkte. Wenn jemand von bestimmten Waren zu viel für den Eigenbedarf bekommen hat, tauscht er den „Überfluss“ ebenfalls wieder gegen Dienstleistungen oder andere Produkte.



Luck und Manfred mit Seidenkleidung von Mooy genäht

Mooy in Düsseldorf zu Besuch näht mir Seidenjacken

Meine Schwägerin hatte früher eine Schneiderei/Näherei mit sieben Angestellten in Udon Thani. Hier in Pak Chong ist sie jetzt eine begehrte Fachkraft für Reparaturen, das Anfertigen von Hemden, Kleidern, Jacken und Anzügen. Ich selbst habe viele Seidenwesten und Seidenjacken sowie Hemden von ihr.

 

Mooy 2021



Wenn die Kunden nicht mit Geld bezahlen, erhält sie Früchte und Gemüse aller Art, Eier usw.. Das gibt sie zum Teil an uns weiter. Ich habe ihr Möbel gebaut und reparierte im Haus. Andere Lebensmittel, die sie nicht braucht, bekommt ihre Schwester. 

Die ist eine vorzügliche, fantasievolle Köchin und versorgt in Coronazeiten sehr viele etwas wohlhabendere Familien mit Essen, das sie auch mit ihrem Auto verteilt und teilweise auf dem Markt verkauft. Wenn sie nicht alles verkauft, essen wir gemeinsam die „Reste“.

Reste  Essen

RESTE: Som Tam (Papayasalat, Kheo Ped (Klebereis), Laap Ped (Chiliente), Goeng Ped (Rotcurry Huhn), Phat Mie Pad Thai (gebratene Nudeln), Gai Thot (Brathuhn), Kha lam Nee (Salat), Horapha (Anis-Basilikum)

Teile meiner vielen Gartenmaschinen und Werkstattgeräte leihe ich meinem sehr sogfältig arbeitenden Gärtner, der alles pflegt und repariert. Er braucht sie für seine Arbeiten bei anderen Kunden. Dafür hilft er mir kostenlos bei Arbeiten im Haus, die ich jetzt auf Krücken nicht mehr selbst erledigen kann.

Ist doch alles prima, so wie früher.

Natürlich funktioniert das vor allem unter Leuten, die man kennt und in kleinem Rahmen. Man kann nicht zu 7-Eleven gehen und sagen, „Ich hätte gern zwei Toastbrote und putze dafür ihre Fenster.“


Manfred Spies

März 2021

Vogelstimmen und so weiter

Was zwitschert da?                                                                                                  Meinen Vogelfreunden vorsingen kann ich das nicht.




TESCAM ist eine Tochter der kalifornischen Firma TEAC. die sich auf Home-Audio spezialisiert hat.


https://tascam.com/us/product/dr-05/top


Um mit ganz leichtem Gerät  Interviews und Gesprächs-Mitschnitte machen zu können, kaufte ich vor Jahren ein Gerät von TESCAM mit der Bezeichnung DR-05. Ein tolles Teil! 




Ich ahnte nicht , dass ich damit auch sehr leise, entfernte Vogelstimmen aufnehmen konnte, weil sich der Aufnahmepegel automatisch einstellt. Mit einem Richtmikrophon geht es natürlich noch besser, und man hat bei sehr empfindlich eingestellten Aufnahmen kein lautes Umgebungsrauschen.


Die Aufnahmen lassen sich über einen Computer ebenso gut anhören, wie über aktive Lautsprecher oder eine angeschlossene HIFI-Anlage. Ich mische meine Vogel-, Grillen- und Tockeystimmen und brenne dann CDs, die ich manchmal den Tieren mit dem Ghettoblaster vorspiele. Herrliche Reaktionen!




In Deutschland kostet mein Gerät 85,- € bei Thomann, in Thailand bei Lazada das etwas verbesserte Modell DR-05X 3.590,- Baht. Speziell für Musiker - das sind offenbar die Hauptkunden von TASCAM - gibt es ein Vierspur-Modell für 169,- €.





Wenn ich mir das Zirpen der Grillen über meine Kopfhörer anhöre. muss ich den Lautstärkepegel deutlich runter schieben.

Dieses technisch hervorragende Gerät kann ich jeder/jedem empfehlen, wenn mal Vogelstimmen, das nächtliche Schnarchen oder bei Partys die Lautstärke vom Thaifrauentisch nach Vodka-Konsum aufgenommen werden sollen :-)))


Für weitere Infos bezüglich Heim-Audio-Technik (LPs, Kassetten, CDs) stehe ich gern über Mail-Kontakt zur Verfügung: manfredspies@aol.de


Grüße aus Pak Chong / Isaan

Manfred Spies

Mittwoch, 3. März 2021

Passionszeit: Fastenzeit?

Ich lese in einer Mail:

„Gehören Sie zu den Menschen, die in dieser Zeit des Jahres bewusst etwas weglassen? Die vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag fasten, bzw, verzichtend essen? Unser Angebot richtet sich an alle (auch Berufstätige), die sich während der Passionszeit einmal nach christlicher Tradition zurücknehmen und Verzicht üben möchten.“


Ich lebe nicht nach christlicher Tradition, obwohl ich mich durchaus an christlichen Werten orientiere.

Ich lebe auch nicht nach dem Buddhismus und seinen real existierenden Traditionen, obwohl ich mich als Buddhist verstehe.


Traditionell in der Passionszeit verzichten und fasten? Ach, ich habe mich nie in meinen Leben der Völlerei hingegeben und bei meinem Gewicht von 72kg bei 177cm Körpergröße grenzt das ja schon fast an Untergewicht und bei Fasten würde mir schwindelig.






In der Passionszeit esse ich wie immer meine Passionsfrucht-Marmelade auf angewärmtem Brie und schaue mir die fantastischen Passionsfrucht-Blüten in den Büchern und Alben an.

Ansonsten alles wie immer.


Manfred Spies

4.3.2021

Mittwoch, 24. Februar 2021

Last Sunset (short story)

Der alte Mann packte für einige Tage ein paar Sachen, nahm seinen batteriebetriebenen CD-Player und die Kopfhörer und fuhr in einen stillen Ort an der Andamanensee. Er kaufte ein kleines Schlauchboot mit einem 7PS Elektromotor. Die Thai wussten: Wenn er abends mit seiner Musik in die Dämmerung schipperte, sah er am nächsten Morgen beim Frühstück glücklich aus.

Aus seinem Heimatort im Isaan hatte sich der Mann einen Unkrautvernichter und die gleiche Menge Puderzucker besorgt und damit eine 2kg-Bombe mit Zeitzünder gebastelt. An einem wunderbaren Spätnachmittag packte er eine Flasche Roten, Käse, Weintrauben und Baguette neben den Bootssitz, ganz vorne wurde die Bombe verstaut, in der Bootsmitte zwei Sandsäcke mit Schnüren. In einem kleinen Beutel hatte der alte Mann ein Fläschchen mit 40 aufgelösten Valium10-Tabletten, einer Insulinampulle und einer Einmalspritze.

Er schob guter Dinge das Boot ins Wasser, stieg ein, paddelte ein wenig und lies den leisen Motor an. Er lehnte sich zurück, steckte sich die Kopfhörer in die Ohren und machte den Roten auf. Welch ein Genuss, der Nachmittagssonne entgegen zu steuern, die wie eine dicke Orange am Himmel hing. Der alte Mann lächelte. Sunset. So hatte er sich das immer vorgestellt. Ganz allein der Sonne entgegen, danach würde es keine Spuren von ihm geben.


Der Strand war schon weit weg, die See spiegelglatt. Käse, Trauben und Brot schmeckten, dazu der Wein - einfach köstlich! 

Die Sonne war groß und glühend abgesackt und stand wie in einem Gemälde aus warmer Farbenpracht, über ihr wölbte sich die Unendlichkeit in einem violetten Blau.


 Der Mann band sich jetzt die Sandsäcke an die Füße und trank das Fläschchen mit der milchigen Flüssigkeit. Danach etwas Käse und einen Schluck Wein. Zuletzt kramte er die Ampulle und die Spritze aus dem Beutel und gab sich die Überdosis in den Beinmuskel. Er hatte „A Day in the Life“ von Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band gehört, jetzt passte gut Pink Floyd mit „Wish you were here.“ Er lächelte.


Als das letzte Stückchen der roten Scheibe am Horizont ins Schwarz getaucht war, schlief John und atmete tief. Sein Kopf ruhte seitlich etwas abgeknickt gegen die Paddel gelehnt, die fast leere Weinflasche lag in seinem Schoß. Er machte einen beneidenswert entspannten Eindruck. Der Motor surrte immer noch leise und die Sterne funkelten. 


Sunset war vorüber und in zwei Stunden würde in dieser Nacht eine kleine Bootsfahrt mit einem dumpfen Knall zu Ende sein. Das würde der alte Mann alles nicht mehr hören.



**************************************************

Da sitzt er nun, alt und auf Hilfe angewiesen. Glücklich wollte er sterben. Und nun ist er lebendig aber tot-unglücklich.

Die Dokumente und Papiere sind geordnet, die Bilder sind gemalt, der Band mit den Kurzgeschichten „Sterne und Steine“ war ein Erfolg und das Buch über seine Lebenswege mit den Kapiteln „Krabbelm. Gehen, Rennen, Stolpern, Kriechen“ ist fertig geschrieben.


Seiber tropft ihm aus dem Mundwinkel, der Arm und das Bein sind gelähmt, im Internet las er angeekelt von neu entwickelten Monatswindeln. In Europa werden tausendfach Roboter in der Altenpflege eingesetzt, in Thailand macht das die Familie mit der ihr eigenen Art der Zuwendung. Als die Schwägerin beim Füttern zu ihm sagte, „Ein Löffelchen für die Mama, ein Löffelchen für den Papa…“ schlug er ihr das Besteck aus der Hand.


Er ist bei klarem Verstand, seine Sinne funktionieren hervorragend. Das empfinden andere als Belästigung. Ein logisch denkendes Baby, das unbequeme Wünsche äußert, passt nicht ins Pflegeschema. Und warum sprechen die Pflegenden immer so laut mit den Kranken? „Wie geht es uns denn heute?“ wird ins Zimmer gerufen, als wenn der Kranke im Haus gegenüber liegen würde. Wenn der alte Mann antwortet, „Mir geht es gut, wie es dir geht, weiss ich nicht“, spürt er beim Waschen die Rache. 

Er fantasiert sich in eine Welt, in der von anderen sein Körper aufgefüllt und entleert wird.


Sein ganzes Leben wälzte er Pläne, sein ganzes Leben war er selbstbestimmt gegangen und gestolpert. So war es bis zuletzt geplant. Jetzt wird er als Behinderter am Ende gehindert.


Vor 40 Jahren saß er auf einem Felsen am Meer und beobachtete den Sonnenuntergang. Es war einer seiner Momente absoluten Glücks. Der Himmel, die Erde, die Natur und er waren eins. Er sah den Sonnenuntergang nicht, er fühlte ihn, er erlebte ihn. 

Damals schrieb er seine Traum-Geschichte über einen Sunset.


Warum lasst man ihn jetzt nicht in Ruhe und würdevoll sterben? Warum musste und durfte er sein Leben immer selbst bestimmen, aber seinen Tod nicht?

Warum ließ man ihn am Ende unglücklich und - wie er es empfand - qualvoll „ver-enden“?


Er könnte, wenn man ihn mit seinem elektrischen Rollstuhl durch die Stadt schiebt, auf den Gashebel drücken und unter einen LKW rasen. Aber das würde weh tun, und das war nicht seine Idee.


 Er liest seine Geschichte von vor 40 Jahren nicht mehr. Das Lesen machte ihn jetzt nur traurig, er ist hoffnungslos und lässt sich weiter füttern.


© Manfred Spies

Freitag, 19. Februar 2021

Pak Chong gesegnet? Schwimmbäder

PAK CHONG - gesegnete Stadt? Ja! Beispiel Schwimmbäder.

Seit fast zehn Jahren habe ich in unserem Blog mit sehr vielen der fast 450 Artikeln und auf Facebook über dieses Städtchen berichtet.
Wir sind nicht nur mit Sehenswürdigkeiten gesegnet.
Die Luft soll die beste in ganz Thailand sein. Kriminalität sehr gering. Verkehr in Grenzen. Wälder und Natur vom Feinsten. Infrastruktur prima. Makro, BigC, TeskoLotus und unendlich viele Spezialgeschäfte, Shops und vier Märke bieten alles preiswerter, als in den Metropolen und Touri-Zentren. Und es ist authentisch und wenig gefärbt von Neuzeit Nippes und -Nepp.

Die Radler-Cliquen tun sich zusammen und durchkreuzen mit ihren 60km-Touren die fantastische, bergige Landschaft.

Apropos Sport: Wir haben am Haus keinen teueren Pool in Nierentisch-Form. Zum Bahnenschwimmen gibt es genug Bäder direkt in der Stadt und in der nahen Umgebung.

Hotelbad in Pak Chong, 60,-Baht / Tag

Schwimmbad in Pak Chong, 60,-Baht / Tag


Resort Tripple P, keine Gebühren

Resortbad in Pak Chong, keine Gebühr, etwas Verzehr erwünscht,

Bad  von "My Ozone", exklusiv,  Gebühr (?) incl. Handtücher und Service

riesiges Bad im Sir James Hotel, Gebühr nicht gespeichert

Palmenbad bei Pak Chong, Zehnerkarte (600,- Baht),
kann mit Speisen und Getränken verrechnet werden

Bahnenbad

Palmenbad bei Pak Chong, Zehnerkarte (600,- Baht), 
kann mit Speisen und Getränken verrechnet werden

Spaßbad in Muak Lek, 30km von Pak Chong, keine Gebühr

Spaßbad in Muak Lek, 30km von Pak Chong, keine Gebühr

Spaß-"Plantschtasse" in Pak Chong, keine Gebühr für Nutzung und Getränke

Wem das alles zu still und einsam ist, hat natürlich in größerer Entfernung Alternativen...


Sportliche Grüße und gute Gesundheit

Manfred Spies 20.2.2021

Donnerstag, 18. Februar 2021

Impfen und Massensterben?

Ich hatte bei Facebook in "Thai-German FreundschaftsGruppe" meinen Artikel über Impfen in Thailand geteilt. 

Es gab sehr viele Reaktionen von so genannten "Corona-Leugnern" und heftige Kommentare von Impfgegnern.



Der Düsseldorfer würde sagen: "Wat et nit all jöft!" Oder diese Bagage hat das ganze Jahr über 1. April?

Ich sage: Da kann man doch viel lernen. Verschwörungstheorien haben sich im Nachhinein also immer als richtig und wahr herausgestellt. 

Also war 9.11. eine Fake-Inszenierung! Die Mondlandung in Hollywood gemacht! J.F. Kennedy und Marilyn Monroe leben und pimpern auf den Bahamas! Die Erderwärmung machen Außerirdische! Die Erde ist eine Scheibe.....

Und was die Warnungen des Herrn Falo Redoersch angeht, (Covid 19-Impfungen sind tödlich!) so beobachtet man jetzt sicher ein Massensterben in USA, China, England, Israel und andern Ländern, die massenhaft impfen. 

Statistik Stand 1.2.2021

Ganz schlimm, was die Regierungen und die Pharma-Leute für Massenmörder sind. Gaaaanz schlimm!


Manfred Spies, 15.2.2021

Pak Chong und Bruce Lee

Pak Chong und die nähere Umlegung sind reichlich betempelt mit etwa 50 großen und kleinen Wats. Manche mit Höhlen, manche mit irre langen und steilen Treppen, einige mit wunderbaren Ausblicken auf die waldreiche Landschaft.
Meine Wat-Ordner mit Bildern, Links und Informationen werden immer vervollständigt, vor allem, wenn ich den Ort der Bewunderung noch nicht besucht habe.
Beim Wat Siri Samphan fehlte etwas. Ich suche im Internet und stoße auf „Bruce Lee“. Wie das?
Beim Stöbern entdeckte ich Aufnahmen von Pak Chong, weil Bruce Lee dort anscheinend im Wat Siri Samphan den Film „Big Boss“ gedreht hatte. Das Wat war wohl umfunktioniert worden. Lee hatte im Hotel Rim Tarn Inn gewohnt, übrigens in Pak Chong das von mir am ehesten empfohlene Haus. (s.Bilder)











Natürlich machen bis heute alle möglichen Locations mit dieser längst vergangenen Story Werbung.
Bei meinen Recherchen entdeckte ich auch ein paar Videos über meine Stadt, die ich mir gerne anschaute.
Es gibt noch ein Nachtmarkt-Video, aber so etwas kennt man ja von überall.
Wieder etwas dazu gelernt.
(Manfred Spies am Donnerstag, 11.2.2021)
Bruce Lee in Pak Chong: Final Fight

https://m.facebook.com/.../ms.c.eJwtx8kNwDAMA7CNCvmIJO... 



Manfred Spies

11.2.2021