Montag, 24. September 2018

Thailand, Krabi - der Tiger Tempel (Wat Tham Suea)

Ich füge diesen Beitrag zwischen unsere Berlin/Brandenburg-Artikel, weil ich Beate Franz damit eine Freude machen will. Sie liegt im Krankenhaus und kann sicher Aufmunterung brauchen. 
Ich sah von ihr Fotos über Krabi, aber den Tiger-Tempel kennt sie wohl nicht. Dann also hier meine Infos von 2006.

Es sind nicht so viele Fotos, da damals mein Kamera-Akku plötzlich leer war. Aber ich habe einen Link zu einem sehr guten Bericht gefunden. Wem meine Bilder nicht reichen, findet dort wirklich gute Infos:

Dies ist offensichtlich ein aktueller Beitrag, denn als wir 2006 dort waren, stand mit Sicherheit keine „Warntafel“ mit der Anzahl der Stufen am Aufstieg. In meinem Tagebuch sind von mir gezählte 1752 Stufen angegeben. Da muss ich wohl nach dem Abstieg dermaßen kaputt gewesen sein, dass ich ein paar hundert Stufen dazu gestresst habe. 

Auch bei Wikipedia gibt es ganz brauchbare Infos über den Tiger-Tempel. Ganz unter verweise ich auf weitere Fotos bei tripadvisor.

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Ich kam mit meiner Guide (getrennte Hotelzimmer, gemeinsame Unternehmungen) nach Krabi in der Hoffnung, als Schnorchler eine wunderbare Unterwasserwelt vorzufinden. Die Enttäuschung war enorm, nachdem ich in der Karibik, auf den Seychellen, auf den Malediven und am Roten Meer verwöhnt worden war. Da lachte Luck und meinte, wir sollten es mal weit oberhalb des Meeresspiegel versuchen und den Tiger-Tempel besuchen.
Mit Luck 2006 in Krabi
Luck schlägt mir die Besteigung des Felsenbergs am Tiger-Tempel vor.

Der Berg mit dem Tigertempel, verdammt hoch
Der Taxifahrer zeigte uns auf dem Weg zu dem Felsenberg noch einen anderen, kleinen Tempel mit einem liegenden Buddha. Ich sah auch zum ersten Mal ein Wat-Krematorium und Thai-Grabstätten.
Kleiner Tempel auf dem Weg zum Felsenberg


Thai-Friedhof mit Grabstätten, hatte ich vorher noch nie gesehen



Der eigentliche Tigertempel ist eine Höhle. Wie überall in den Thai-Wats auch hier Buddha-Figuren und Spendenkästen.




Draussen gab es damals eine imposante Figur eines Buddhas auf Wanderschaft und einige weitere Figuren. Beeindruckt waren wir auch von den Wohnungen der wenigen Mönche, die zum Teil in kleinen Höhlen lebten. 







Außer den wenigen Touristen gab es noch andere Lebewesen, die mit Drohgebärden auf sich aufmerksam machten. Einer dieser Verwandten brauchte offensichtlich einen Zahnarzttermin.
Heute weiss ich, warum er mir gedroht hat (s.u.)


Den Auf-und Abstieg würde ich mir heute mit 77 Jahren nicht mehr zumuten. Auf dem Weg nach oben kamen wir an einigen Dämonen vorbei, die sich über uns lächerlich zu machen schienen. Oben wurde wir von den üblichen Tempelwächtern und einem goldenen Chedi, sowie Buddha-Figuren belohnt. Der Blick über die Landschaft war gigantisch.



Stupa, in Thailand "Chedi"


Eine Naga, die mehrköpfige Schlangengöttin beschützt fast jeden Tempel

Tempelwächter




ein fantastischer Blick vom Tiger-Tempel




Was bei dem Abstieg auch meinen Guide Luck (sie heisst wirklich so) sehr anstrengte,  waren die extrem engen Stufen in zum Teil extrem unterschiedlichen Höhen. 




Unten zeigte uns nach einer Pause unser Taxifahrer einen kurzen Weg in den Dschungel. Dort sahen wir in der Hitze dampfenden Wald und riesige Bäume. Den Affen gefiel die feuchte Hölle offenbar. Der Farang, der zum ersten Mal in Thailand war, verlor Gewicht.

Der Urwald - heiss und feucht







Ich bin sicher, dass ein Besuch des Wat Tham Sue (Tiger Cave Temple) für alle Krabi-Touristen empfehlenswert ist. Wer sich nicht für fit genug hält, kann sich die Fotos von tripadvisor ansehen:


In Krabi machte ich meinem Guide Luck einen Heiratsantrag, zum ersten Mal in meinem Leben. Auch sie war nach 48 Lebensjahren nie verheiratet und hatte keine Kinder. 
Heute weiss ich, dass der nahe Verwandte am TigerTempel in Krabi mir damals drohte, immer gut zu meiner Luck zu sein. Ich habe seine Drohung ernst genommen.


Manfred Spies, 24.September 2018

Montag, 17. September 2018

Reise nach Berlin und Brandenburg - als Thailänderin in Potsdam



Luck bedeutet Glück. Meine thailändische Frau heisst Luck. Wie sie auch in Deutschland ihrem Namen gerecht wurde, seht ihr hier.
Luck will immer hoch hinaus. Bei unsrem Urlaub in Berlin und Umgebung wanderten wir viel in den Auen und Wäldern. Luck stieg gern auf Bäume, um alles von oben zu betrachten.





Ich blieb unten, auch weil ich älter bin und zum Beispiel zu Hause meist gern auf dem Boden arbeite.


Bei unseren wunderbaren Trips in und um Berlin kamen wir auch nach Potsdam. Luck wunderte sich nicht über die vielen Schlösser, die wir schon überall in Deutschland und vor allem in Berlin gesehen hatten. Sie war erstaunt darüber, dass die Besitzer alle tot waren und nur noch lebendige Besucher diese Häuser nutzten. Der Staat muss für die Schlösser bezahlen. Unmöglich! Da gibt es keinen Medien- oder Biermilliardär, der sich um so etwas gern kümmert? Doch, sagte ich, aber die haben schon kleinere Schlösser und Burgen genug. Auch Fußballer und Autorennfahrer wohnen in solchen alten Hütten.

Luck war mit mir in Potsdam und sah das Schloss Sanssouci. Das gefiel ihr sehr. Es gab einen schönen Park, in dem sich unsere Hunde viel besser austoben könnten, als in ihrem 1 Rai-Garten in Thailand.

Sans Souci gefiel Luck sehr

Und der Park wäre ideal für unsere fünf Hunde


Und das Eisentor erinnerte sie auch an Thailand. Nur sollte man das endlich elektrifizieren und durch das Handy oder eine Fernbedienung öffnen lassen.



Die Rückseite von Sans Souci fanden wir beide besonders schön mit dem Blick zur Gartenfontaine und dem tollen Blick auf die andere Seite des riesigen Parks. Hier oben frühstücken, das wäre geil, wie man heute sagt.



"So etwas hätte ich gern", sagte meine Frau im Glück. Ich besorgte mit Pläne und sprach mit einem Schloss-Manager.


Weil er einen vernünftigen Preis machte, der die Staatskasse von Unterhaltszahlungen entlastete und die Ennahmenseite jauchzen ließ, wurden wir schnell einig. Und ganz schnell ging es auch mit der Umbenennung des Namens. Da sah man wieder als Thai und Farang die Tüchtigkeit und Pünktlichkeit der Deutschen!



Zwar war Lucks neues Heim nicht ganz so pompös wie andere Häuser....


Bangkok, Königspalast

Chinesenhaus in unserer Nachbarschaft

...aber doch etwas hübscher als das Haus des Chinesen in unserer Pakchong-Pimpaka-Nachbarschaft. Und um solche Vergleiche geht es doch immer in Thailand.

Tut uns leid: Es wird nun sicher in Potsdam im Schloss LAKKHAMPHAN andere Besuchszeiten geben und die ollen Bilder werden ausgetauscht gegen meine Mondrian, Kandinsky, Lichtenstein, Rauschenberg, Pollock, Richter und andere. Und diese blöden, alten Postersessel kommen weg und meine Möbel von Le Corbusier, Marcel Breuer, Luigi Colani, Philippe Starck u.a. werden hingestellt. Stellt euch nicht an, ihr Denkmalschützer! Die Fassade bleibt euch erhalten! 
Allerdings will Luck im Säulengang eine offene Thaiküche haben und ich richte mir im rechten Flügel eine Werkstatt für die Oldtimer ein und im Pavillon eine Sitzecke zum Musikhören.

Pavillon zum Musikhören
Da werden dann wie im ganzen Park LAUTsprecher a la Thai aufgestellt, die den Namen verdient haben. Schließlich sollten die Menschen bis ins entfernte Berlin von Thai-Pop-Bässen erfreut werden. Wie zu Hause in Thailand.

Party-Lautsprecher in Thailand

Tempel-Park-Lautsprecher in Thailand


Restaurant-Lounge zum gemütlichen Chillen

Bis bald sagen Luck Lakkhamphan und Manfred Spies
am 17.September 2018